Der CONVIS „e-Präis 2019“

11.04.2019 10:33
… eine Auszeichnung für ökologisch und ökonomisch effiziente Betriebe

In der CONVIS Generalversammlung wurden jeweils fünf Milchrinder- und fünf Fleischrinderbetriebe mit dem e-Präis ausgezeichnet, weil diese Betriebe die Kriterien der Ökologie und der Ökonomie bestmöglich zu vereinen wussten und in diesem Sinne effizient arbeiteten. Unter den Aspekten der Flächenknappheit, des Wasser- und Naturschutzes, der Emissionsminderung für Ammoniak und Kohlendioxid und dem Preisdruck, der auf landwirtschaftlichen Produkten lastet, werden Schlagwörter wie Effizienz, Ökologie und Ökonomie in Zukunft eine wesentliche Bedeutung in der landwirtschaftlichen Produktion darstellen. Nicht zuletzt finden sich diese Themen vermehrt in den Prioritäten der neu gewählten Regierung wieder.

Gegliedert werden die Betriebe bei dieser Auswertung nach den produktionstechnischen, ökologischen und ökonomischen Parametern der Betriebszweige Milch- und Fleischproduktion, welche jährlich im Rahmen des CONVIS-Nachhaltigkeitsmonitorings auf rund 230 Betrieben ermittelt werden. Die einzelnen Parameter, welche zur Berechnung der Indexe für die Milch und Fleischproduktion herangezogen werden und deren Gewichtung, wurden in der Arbeitsgruppe Beratung von den Landwirten diskutiert und festgelegt. In der diesjährigen Berechnung des „e-Präis“ wurden die Gewichtungen einiger Parameter diskutiert und abgeändert, dies hauptsächlich aus dem Wunsch der Arbeitsgruppe heraus, die Ökonomie stärker als im Vorjahr zu gewichten. Zudem wurde im Bereich der Milchproduktion mit der Bewertung zusätzlicher Parameter aus Milchkontrolldaten auf die Kritik reagiert, das Tierwohl würde keinen Platz in dieser Auswertung finden. Die neuen Parameter, welche in die Berechnung mit einfließen, orientieren sich an den Auswertungen des deutschen KTBL (Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft). Betrachtet werden als Indikatoren für Eutergesundheit, Stoffwechselstabilität und Langlebigkeit der Kühe folgende Parameter:

  • die Anzahl eutergesunder Tiere in der Milchkontroll
  • die Mastitisrate der erstlaktierenden Tiere
  • die Anzahl der Kühe mit abweichendem Fett-Eiweißverhältnis als Indikator für Azidosen und Ketosen
  • der 3-jährige Schnitt der Nutzungsdauer

In Punkto Fleischproduktion werden aktuell messbare und objektive Tierwohlparameter ausgearbeitet, welche in einer nächsten Auswertung in die Berechnung des „e-Präis“ mit einfließen sollen. Wie bei der Milchproduktion gelten jedoch auch hier zu hohe Tierverluste als Ausschlusskriterium eines Betriebes.

 

Die Preisträger des e-Präis Milch 2019:

  1. Marie-Claire Scholtes-Klein, Consdorf
  2. Serge Pesch, Brouch
  3. Georges Andre, Oberfeulen
  4. Marco Clees, Allerborn
  5. Roland Koos, Tarchamps

Die Preisträger des e-Präis Fleisch 2019:

  1. Marie-Anne Bongen-Mausen, Beiler
  2. Vicky Steichen-Winandy, Altwies
  3. Marie-Josee Wagner-Floerchinger, Kleinbettingen
  4. Serge Raus, Aspelt
  5. Gilles Bossers, Schonfels