Das Projekt AUTOPROT

Das Interreg-Projekt AUTOPROT zur Verbesserung der Eiweißautarkie in Milchviehbetrieben der Großregion

Die Hintergründe und das Projektziel

Die großen Mengen an Eiweiß, die aus Übersee importiert werden, vor allem als Soja, stellen die Nachhaltigkeit intensiver Milchproduktionssysteme in Frage, sowohl unter dem Gesichtspunkt der Ökonomie (starke Abhängigkeit von teuren Betriebsmitteln bei stagnierendem bzw. sinkendem Milchpreis) als auch der Umwelt (Abholzung von Regenwäldern, Verlust an Artenvielfalt, erhöhte CO2-Emissionen durch lange Transportwege, Verwendung von Glyphosat-haltigen Herbiziden).

Darüber hinaus belegen mehrere Studien von Forschungsinstituten aus der Großregion, dass eine größere Futterautarkie (Lebacq T., 2015) und speziell die Eiweißautarkie (Selbstversorgungsgrad der Betriebe mit Eiweiß) in der Milchviehhaltung zu besseren wirtschaftlichen Leistungen der Betriebe führt. Bei leistungsfähigen, effizienten Betrieben mit einer Autonomie von 66% im Vergleich zu weniger effizienten Betrieben mit einer Autonomie von 39% konnten Lioy et al. (2016) eine Gewinnverbesserung von 5 Cent / kg Milch aufzeigen. Eiweißautarke Systeme sind zudem belastbarer, da sie möglichen Schwankungen der Produktionskosten weniger stark ausgesetzt sind.

Aus den besagten Gründen haben 10 Institutionen aus der Groß-Region ein Konsortium gegründet, um Möglichkeiten und Grenzen einer Steigerung der Eiweißautarkie in Milchviehbetrieben der Großregion auf den Grund zu gehen. Das Konsortium wird zu 60% von der EU finanziert (EFRE-Zuwendung). Der restliche 40% wird entweder aus staatlichen oder aus eigenen Mitteln finanziert.

Die Projektpartner

Das Projekt AUTOPROT erfreut sich der Teilnahme von 10 verschiedenen Partnern aus der Großregion. Für Luxemburg nehmen CONVIS und der LTA aus Ettelbrück am Vorhaben Teil. Drei Partnerinstitutionen kommen aus Lothringen: Das Institut de l’Élevage (IDELE) aus Nancy und die Chambres de l’agriculture der Departements Moselle und Vosges. Ebenfalls drei Projektpartner kommen aus der Wallonie: Der Centre Wallon de Recherche Agronomique (CRA-W), die Association wallonne de l’Élegave (AWE) und der SPIGVA aus Marloie. Aus Rheinland-Pflalz und aus dem Saarland nehmen an dem Projekt die örtlichen Landwirtschaftskammern teil.

 

Artikel zum Projekt: Projektvorstellung, Der neue Parameter XP-Pflanze