Fleischrinder aus Luxemburg international erfolgreich

29.01.2014 10:52
Hessische Fleischrindertage 2014

Am Beispiel der Hessischen Fleischrindertage am vergangenen Wochenende war die Dominanz der Luxemburger Genetik mehr als offensichtlich:

Bei den Limousin beeindruckte die Dominanz der Luxemburger Genetik:

Körungssieger und Spitzenpreis der Auktion (5.000,- €): Balko, ein Balou-Sohn aus der Zucht von Stefan Kohlmann. Balou ist zum zweiten Jahr hintereinander die Nummer 1 der deutschen Zuchtwertschätzung. Er ist ein Nobel-Lux-Sohn aus der Zucht von Pol Nothumb.

Auch sonst waren die Nachkommen der Luxemburger Bullen in jeder Hinsicht die erfolgreichsten; sei es der Prozentsatz verkaufter Tiere, der Durchschnittspreis, die durchschnittliche Leistung oder der durchschnittliche Zuchtwert:

AnzahlVerkauft∅ Preis% verkauft∅ RZF∅ TZ
Vater aus LU853.400,-€62,51151.365g
Polled1363.200,-€461031.245g
Andere532.700,-€601081.280g
Alle26143.170,-€541071.290g

Bei der Schau wurde Benjamin-Sohn Bronzo, gezogen von Stefan Kohlmann und im Besitz von Robert Brandt, Siegerbulle. Benjamin, ein Toreador-Sohn ist in Luxemburg von den Gebrüdern André und Tom Biren gezogen.

Reservesieger wurde der jüngste Bulle: Hebdo, ein Arsene-Sohn aus einer Toreador-Tochter, gezogen von Pol Nothumb und jetzt im Gemeinschaftsbesitz der Zuchtgemeinschaft Hildenbrand und Hofman. Der erst neunzehnmonatige Bulle konnte sich gegen eine starke Konkurrenz, darunter der Bundessieger Edgar, ebenfalls in Luxemburg bei der Familie Majerus gezogen, durchsetzen.

Desweiteren beeindruckten Faignant, ein Castor-Sohn, ebenfalls aus der Zucht von Martine Majerus-Clemes sowie der Ultrason-Sohn Fronton, gezogen von Robert Duhr.

Bei den Rindern siegte die Balou-Tochter Revue aus der Zucht von Stefan Kohlmann.

Es macht also absolut keinen Sinn auf Teufel komm raus hornlose Tiere zu züchten für einen Markt den es nicht in dem Umfang gibt wie es von verschiedenen Leuten dargestellt wird. Für gute Tiere gibt es einen Markt, wenn sie dann auch noch hornlos sind, ist das ein Plus. Langfristig kann hier in Westeuropa nur eine wirtschaftliche Mutterkuhhaltung mit guter Genetik, optimalem Management und hohem Gesundheitsstatus betrieben werden. Hornloszucht ja, aber nicht auf Kosten von Qualität und Leistung! Der einzig richtige Weg ist permanentes Rückkreuzen mit allerbester gehörnter Genetik. Nur so verbessern wir nachhaltig die Leistung und variieren wir die Blutlinien in der Hornloszucht.