Abstammungsarchiv

Inzucht vermeiden

Inzüchtung führt für viele Merkmale zu unerwünschten Leistungsveränderungen, die als Inzuchtdepression bezeichnet werden. Um diese negativen Einflüsse zu vermeiden, sollte man bei allen Anpaarungsentscheidungen den Inzuchtkoeffizienten 6,25% nicht überschreiten.

Definition des Inzuchtkoeffizienten: Wahrscheinlichkeit, dass zwei Gene eines Paares gleiche Kopien von ein und demselben Gen des gemeinsamen Vorfahren sind.

Berechnung des Inzucht­koeffizienten

Zur Berechnung muss man den oder die gemeinsamen Vorfahren identifizieren. Ein “gemeinsamer Vorfahre” ist ein Vorfahre, welcher in jeder Hälfte (Vater und Mutter) des Pedigrees vorhanden ist. Der Beitrag eines solchen Vorfahren zum Inzuchtgrad eines Tieres X ist abhängig von seiner Stellung (Generation I, II, ... V) in jeder Hälfte des Pedigrees.

Den Inzuchtkoeffizienten für eine Tier X können Sie der Tabelle entnehmen, entsprechend der Intersektion der Nummer der Generation des gemeinsamen Vorfahren in jeder Hälfte des Pedigrees.

Inzuchtbeispiel

Im Pedigree (siehe Abbildung) gelten die Vorfahren A, F und C als gemeinsame Vorfahren. Ihr jeweiliger Beitrag zum Inzuchtgrad des Tieres X beträgt:

  • A steht in Generation II und IV: 3,125%
  • F steht in Generation III und III: 3,125%
  • C steht in Generation III und IV: 1,5625%

Die Summe der Beiträge ergibt den Inzuchtkoeefizienten von 7,8125% für das Tier X. Somit sollte diese Anpaarung vermieden werden.

Abstammungsarchiv

Um Ihnen die Überprüfung der Inzucht zu vereinfachen, haben wir hier für alle interessierten Züchter alle in den vergangenen Jahren über CONVIS eingesetzten Bullen mit ihrer Abstammung aufgeführt.